1drücke

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Foto: Sven Walter.

Der erste Eindruck zählt.

Ein Satz, der Fusselbürsten bei sich trägt. Eine sehr gepflegte Erscheinung, immer mit einem Lächeln auf den Lippen und Spiegelneuronen im Anschlag.

Als ich Dich das erste Mal sah, wusste ich sofort, dass Du etwas ganz Besonderes für mich bist!

Ein Satz, dem Zweifel fremd sind. Die Liebe auf den ersten Blick, eine durchaus attraktive Vorstellung. Noch dazu romantisch. Darum fragt man auch besser nicht nach, was da denn nun genau gesehen und gewusst wurde.

Beide Sätze passten nicht zu uns. Stattdessen dachte ich „schade“. Da hattest Du mich noch gar nicht ausgemacht, wir hatten noch kein einziges Wort miteinander gesprochen oder einander in die Augen gesehen.

Im Augenwinkel sah ich lediglich einen Mantel über die Straße gehen und glaubte, dass wir keine Gelegenheit haben würden einander kennenzulernen.

Dann kam es anders. Unsere Leben verstrickten sich ineinander, Gefühle verirrten sich darin, schlugen Wurzeln und ihre Klauen hinein, blühten auf und wurden welk.

Dein Mantel hing über der Sessellehne, die Katze schlief darauf und ich mit Dir. Für Romatik blieb keine Zeit. Nur Zweifel blieben. Und die Haare der Katze auf Deinem Mantel, als Du über die Straße gingst und unsere Zeit verstrichen war.

Der letzte Eindruck bleibt.

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